Dienstag, Mai 06, 2008

Bert Kaempfert - Dreaming in Wonderland (1964)


Ich gehe mal davon aus, dass Sie alles von Bert Kaempfert bereits auf CD besitzen, deshalb muss ich Ihnen weder Herrn Kaempfert noch einen Titel aus dieser LP vorstellen, richtig? Alle Titel von dieser Scheibe sind auch irgendwo auf CD zu finden, Sie können sich Ihre "Dreaming in Wonderland"-Platte also ganz bequem selbst zusammenstellen. Warum dann dieser Artikel in meinem Blog? Nun, es ist bemerkenswert, dass ich eine Bert-Platte aus dem Jahre 1964 für nur einen Euro in neuwertigem Zustand ergattern konnte. Es lohnt sich also, auf dem Flohmarkt die Augen offen zu halten...

Harry Stoneham - Hammond Hits the Highway (1969)


Hammondklänge aus England vom Franz Lambert der Insel. Hammond ist wie immer Geschmackssache, aber wer´s mag, der kann es sich sogar auf CD anhören. Nun, es gibt wohl wichtigere Musik auf CD zu veröffentlichen, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich gut streiten. Bemerkenswert sind allerdings Mr. Stonehams zu teil recht frivole Cover, die man auch bei seinem deutschen Kollegen Klaus Wunderlich oft findet...

Dan the Banjo Man - Dan the Banjo Man (1974)


Ebenfalls auf CD gibt es dieses Ein-Hit-Wunder aus England, ich hätte mir auch hier Arbeit sparen können. Das Bemerkenswerte an dieser Platte ist, dass man als Produzent die Musikfreunde kaum mehr veräppeln kann, als es hier getan wurde. Wir haben es mit einer klassischen Mogelpackung zu tun: Es gibt weder einen "Dan", noch ein Banjo, noch einen Mann. Phil Cordell, der hinter diesem Projekt steht, war nämlich noch ein Jüngling, als er diese Platte mit elektronischen Hilfsmitteln aufnahm...

Samstag, Mai 03, 2008

Roberto Delgado - Marimba à la Carte (1968)


Der großartige Horst Wende alias Roberto Delgado, der leider viel zu früh gestorben ist, erfreut uns diesmal mit Marimbas. Marimbas sind natürlich gewöhnungsbedürftig, aber im Arrangement von Roberto immer zu genießen. Außerdem schulde ich Ihnen ja noch den von mir erwähnten Titel "Cayenne Pepper". Sie erinnern sich? Don Cardello? Hier lade ich Sie nun zu einer Prise Cayenne-Pfeffer mit Horst Wende und seinen Marimbas ein...

Roberto Delgado - Cayenne Pepper

Donnerstag, Mai 01, 2008

Conny Scheffel - Fiesta Tropical (1971)


Hmmm... Conny Scheffel... Hmmm... Ein ziemlich schräges Cover, finden Sie nicht? Vielleicht ist Ihnen der Name "Lars Tiselius" ein Begriff, möglicherweise haben Sie sogar eine Hammond-Platte von ihm im Regal. Oder im Keller. Oder auf dem Dachboden. Dann schlage ich vor, dass, wenn Sie auf puren Heimorgelsound stehen, Sie diese Platte schnell mal wieder hervorkramen. Auf dieser Platte gibt es tropische Orgelklänge zu hören, die zum Teil auch von Herrn Scheffel selbst komponiert wurden. Aber was soll ich lange schwafeln, hören Sie doch einfach mal rein...

Conny Scheffel - Agitadora

Mittwoch, April 30, 2008

Don Cardello - Happy Sombrero (1970)


Don Cardello kenne ich nur als Komponisten des Stücks "Cayenne Pepper", das auch in der Version von Roberto Delgado großartig ist. Mehr kann ich über Herrn Cardello und seine Mariachis nicht in Erfahrung bringen, außer vielleicht noch die Tatsache, dass diese LP größtenteils aus durch Herb Alpert bekannt gewordenen Titeln besteht. Man hätte das Album also auch "Tribute to Herb Alpert" nennen können, aber "Happy Sombrero" klingt ja auch niedlich...

Don Cardello - Tijuana Taxi / Ay Ay Ay / Spanish Flea

Dienstag, April 29, 2008

Kurt Edelhagen - Plays Jim Webb (1974)


Kurt Edelhagen habe ich Ihnen ja schon in Zusammenhang mit der Olympiade 1972 in München vorgestellt. Hier nur der Hinweis von mir, dass sein Album mit Titeln von Jim Webb, das von Quincy Jones arrangiert wurde, jetzt auf CD erschienen ist. Ich hätte es also gar nicht zu digitalisieren brauchen. Wenn Sie möchten, dann können Sie dieses Album in digitaler Form beim CD-Händler Ihres Vertrauens erwerben. Von mir gibt es eine ausdrückliche Empfehlung für dieses Album.

Horst Jankowski - Sing mit Horst (1965)


"Sing mit Horst" war in den 60ern eine der erfolgreichsten Fernsehsendungen in Deutschland, nicht nur für die Musikbegeisterten. Was könnte denn schöner sein, als dass alle Leser dieses Blogs zusammen die Volksweisen dieser Welt zusammen singen? Ich glaube, dass Herr Jankowski nicht einmal in seinen kühnsten Träumen daran gedacht hat, dass sein Medley mit internationalen Volksliedern einmal in digitaler Form um die ganze Welt gehen könnte. Dann stimmen Sie mal alle mit ein...

Horst Jankowski - Internationale Volkslieder

Freitag, April 25, 2008

The Ray Charles Singers - Love Me... (1964)


Wieder mal ein Zufall... Ich stelle hier "Love Me..." von Ray Charles' Sängern vor, und mein Kollege Lemoncat setzt noch einen drauf und stellt "Love Me with all Your Heart" vor. Schauen Sie hier! Dieselbe Gruppe, ein ähnlicher Albumtitel, und doch unterschiedliche Titel auf den Platten. Hier kommt der andere Ray Charles mit seiner Gesangstruppe und singt uns einen Klassiker von Burt Bacharach, der durch Dionne Warwick, die ja bekanntlich die Tante von Whitney Houston ist, die mit Puff Daddy, Paff Diddy, Piff Duddy verheiratet ist oder war oder was auch immer... Aber nun wird es zu kompliziert. Früher war das anders, da hat man einfach ein Lied wie dieses hier aufgelegt und konnte sich schon entspannen. Versuchen Sie's mal...

The Ray Charles Singers - Do You Know the Way to San José?

Donnerstag, April 17, 2008

James Last - Well Kept Secret (1975)


Bisher war diese Platte wohl wirklich ein wohlgehütetes Geheimnis. Sie stammt aus dem Jahre 1975 und nur wenige Leute außer mir ;o) konnten diese Platte bisher ihr eigen nennen. Nicht viele Leute haben diese Platte damals gekauft, denn Hansi war seiner Zeit mit dieser Funk-Jazz-Disco-Platte, wie man es wohl heute nennt, weit voraus. Auf dieser Platte findet sich eine erstaunliche Version von "Summertime" neben vielen anderen Perlen. Und rechtzeitig zum 79. Geburtstag des Meisters erscheint ebendiese Platte "Well Kept Secret" als CD unter dem Titel "James Last in Los Angeles". Da Sie also nun die Gelegenheit haben, sich dieses großartige Werk selbst zuzulegen, dürfen Sie sich gern von hier das Original-Cover herunterladen. Leider hat die CD ein Cover, das mir persönlich als Nostalgiker nicht so zusagt. Also: Bestellen Sie sich die CD und basteln Sie Ihr eigenes Cover dazu. Viel Vergnügen...

Dienstag, April 15, 2008

Edmundo Ros - The Latin World of Edmundo Ros Vol. 1 (1970)


Gerade eben habe ich drüben bei Lemoncat den zweiten Teil dieses Albums entdeckt. Der Vollständigkeit halber sei das hier mal erwähnt, allerdings gibt es bereits fast alles von Eddie auf Silberscheibchen, deshalb gibt es auch aus Rechtsgründen hier keine Musik dazu. Aber wenn man sich nun dieses Cover "leiht", dann kann man diesen Sampler ganz leicht zu Hause mit den bereits vorhandenen CDs nachbauen, die Titel stehen auch in der richtigen Reihenfolge vorn auf dem Cover. Und sagen Sie doch selbst: die Manschettenknöpfe stehen dem Meister doch wirklich gut, oder etwa nicht?

Berry Lipman - Party Pepper No. 2 (1974)


Hallo, liebe Berry-Fans! Es wird Zeit, ein wenig Pfeffer unter Ihre Partygäste zu streuen, und wer bringt den Pfefferspender mit? Natürlich Friedel Berlipp, besser bekannt als Berry Lipman. Hier bereits zum zweiten Mal, leider besitze ich die erste Platte nicht, aber wer sie hat, der darf sich gern bei mir melden...

Noch ein Medley von Berry

Freitag, April 11, 2008

The Tattoos - The Original Tattoos (1972)

The Tattoos - Hawaiian Trumpets (1973)


Martin Moch und Heinz Habermann, zwei Trompeter aus den Orchestern James Last und Bert Kaempfert, bildeten zusammen das Trompetenduo "The Tattoos". Herr Moch war unter anderem für die fantastischen Soli bei den Titeln "Strangers in the Night", "Bye Bye Blues", "Sweet Maria" und "L-O-V-E" verantwortlich. Der wohl bekannteste Titel dieser beiden hervorragenden Blechbläser ist wohl das von Martin Böttcher komponierte "Hawaii Tattoo", das weltweit Beachtung fand. Ich stelle Ihnen heute den Titel "Hawaiian Drums" vom Album "Hawaiian Trumpets" vor. Und nicht vergessen: Spielen Sie diese Platte nur auf Ihrem Quadro-Sound-System ab! ;o)

The Tattoos - Hawaiian Drums

Donnerstag, April 03, 2008

Erwin Halletz - Mr. Casanova (1964)


Erwin Halletz wurde 1923 in Wien geboren. Er schrieb sehr viele Schlager, zum Beispiel die "Sauerkraut-Polka" von Gus Backus, und Filmmusiken und ging 1961 nach Monaco. Allerdings nicht aus steuerrechtlichen Gründen, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern um dort das Monte Carlo Light Symphony Orchestra zu leiten, was er bis zum Jahre 2002 auch tat. Seitdem lebt er wieder in Wien, weil er vermutlich auf seine Melange nicht länger verzichten konnte. Oder weil zu viele neureiche Proleten nach Monaco zogen, wer weiß?
Diese Platte spiegelt das monegassische Flair wider, allerdings verknüpft man den typischen Franzosen generell mit diesem schwülstigen Sound. Der jedem Minirock hinterherlaufende monegassische Casanova im Seidenbademantel hörte zu der Zeit genau diese Musik. Dann schnappen Sie sich jetzt Ihren Leoparden-Tanga, ziehen Sie Ihren Versace-Bademantel drüber und legen Sie diese Platte auf. Keine Frau wird Ihnen dann widerstehen können. "Da-da-dah-da-da-daaaah..."

Erwin Halletz - Babydoll

Samstag, März 29, 2008

John Scott - Great Modern Film Themes (1969)


Was macht eine Plattenfirma, wenn ihr die Ideen für Cover ausgehen? Richtig. Nochmal benutzen. Das spart neben Ideen auch noch Kosten, weil man das Model dann nicht noch einmal kommen lassen muss. Was Models kosten, kann sich ja wohl jeder vorstellen. Es sei denn, Sie sind französischer Präsident, dann zahlt's der Steuerzahler... Aber egal. Hier ein schönes Beispiel dafür, denn die kanadische Ausgabe von James Lasts "Non Stop Dancing '66" sieht so aus: (Hier klicken)
Mein Kollege LoungeLegends hat die gerade im Angebot. Die Titel sind übrigens dieselben wie auf der deutschen Version, drei Stücke fehlen allerdings. Wahrscheinlich auch eine Sparmaßnahme von Polydor...

Wenn Sie nun glauben, dass man, wenn man am Cover spare, mehr in die Musik investieren könne, dann liegen Sie richtig. Hier kommen John Scott und sein Orchester mit ihrer Version des Booker-T.-Klassikers "Time Is Tight". Meine übrigens auch, denn es ist Wochenende. Viel Spaß!

John Scott - Time Is Tight

Donnerstag, März 27, 2008

Bobby Byrne - 1966 Magnificent Movie Themes (1966)


Falls Sie mal auf Cape Cod waren und dort ein Restaurant aufgesucht haben, haben Sie möglicherweise bei Bobby Byrne's gegessen. Falls nicht, haben Sie etwas verpasst, denn das Essen dort ist wirklich sehr gut. Bobby Byrne ist wirklich ein Allround-Talent: Er startete seine Karriere als Baseball-Spieler in der Major League bei den St. Louis Cardinals. Danach spielte er bei den Dorsey-Brothers die Posaune, bevor er dann als irischer Tenor in Aktion trat und auf Cape Cod sein Restaurant eröffnete. Was für eine Karriere! Hier kommt Bobby Byrne als Angehöriger von Enoch Lights Ensemble bei Command Records mit seinen Filmhits aus dem Jahre 1966. Sie dürfen jetzt in seine Version des James-Bond-Klassikers "Thunderball" hineinhören, diesmal ohne Tom Jones...

Bobby Byrne - Thunderball

Mittwoch, März 26, 2008

Ben Best - Die großen Bert Kaempfert Erfolge (1974)


Ben Best, eines der vielen Pseudonyme des Hamburger Orchesterchefs Frank Valdor, präsentiert uns hier die großen Erfolge von Bert Kaempfert. Wenn Sie also Bert mögen, dann sollten Sie sich auch mal Ben anhören. Warum Frank Valdor sich mal Ben Best, mal Kay Webb etc. nennt, bleibt wohl sein Geheimnis. Gravierende rechtliche Probleme mit Plattenfirmen gab es wohl damals noch nicht, aber wer weiß? Hier kommt also "The Artist formerly known as Frank Valdor", oder kurz: TAFKAFV, mit seiner Interpretation des Bert-Kaempfert-Klassikers "Afrikaan Beat"...

Ben Best - Afrikaan Beat

Samstag, März 22, 2008

Berry Lipman - Top Hits for Dancing (1976)


In anderen Blogs ist man in letzter Zeit recht Berry-Crazy gewesen, deshalb habe ich mir überlegt, auch noch etwas von Berry Lipman alias Friedel Berlipp zu digitalisieren. Eine seiner späteren Werke zwar, aber mit dem gewohnten Bababa und Lalala des Damenchores. Für Fans der leichten Musik immer ein Hochgenuss! Auch dieses Album kommt im beliebten Drei-Lieder-Medley-Stil daher. Hören Sie doch einfach mal rein...

Berry Lipman - Fly, Robin, Fly / Hey My Boy / Lady Bump

Freitag, März 21, 2008

Harold Falt - Welthits in Quadro (1974)


Nun denn, wenden wir uns jemandem zu, dessen sicherlich bekanntestes Werk ein Synthesizer-Stück ist: "Axel F." aus dem Action-Klamauk "Beverly Hills Cop" mit Eddy Murphy in der Hauptrolle. Für die Filmmusik zu diesem Werk und für "Top Gun" mit Tom Cruise bekam er zwei Grammy-Awards. Früher aber trat Harold Faltermeyer aus München unter seinem Pseudonym Harold Falt in Erscheinung, hier zu hören mit einem "Welthit", der jenseits des Atlantiks wohl weniger ein Hit war, da er aus einem Film mit Bud Spencer und Terence Hill stammt, die in den Vereinigten Staaten keinen so großen Erfolg hatten wie hier in Deutschland. Also: Hier kommt Harold Faltermeyer alias Harold Falt mit einem Titel von Guido und Maurizio De Angelis alias Oliver Onions aus einem Film mit Mario Girotti alias Terence Hill und Carlo Pedersoli alias Bud Spencer. Alles klar? Na dann: Steigen wir ins Flugzeug und heben mit den beiden Buschpiloten ab...

Harold Falt - Flying Through the Air

Mittwoch, März 19, 2008

Norman Candler - Super Star Sound: Magic Strings (1970)


Norman Candler, auch bekannt als Gerhard Narholz, hat in den 70ern mit seinen "Magic Strings" für Furore gesorgt. Aber was stelle ich nun fest? Das ist natürlich Zufall. So spielt das Leben: Ich gebe mir Mühe, eine Platte zu digitalisieren, da stelle ich fest, dass ich mir die Arbeit auch hätte sparen können, da sich bereits ein anderer Instrumental-Vinyl-Fan darum gekümmert hat...
Falls Sie also Interesse an diesem Album haben sollten, dann surfen Sie doch einfach mal bei meinem Kollegen Hans Peter Masters vorbei. Er hat übrigens eine großartige Website! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal...

Hier gelangen Sie zu hpmasters

Donnerstag, März 06, 2008

Laurindo Almeida - It's a Bossa Nova World (1967)


Der Altmeister der Bossa-Nova-Gitarre beweist uns hier, dass die ganze Welt eine Bossa-Nova-Welt ist. Und wenn Sie es nicht glauben, dann hören Sie sich doch einfach mal ein orientalisches Stück wie "Misirlou", von dem Sie sicherlich schon etliche Versionen besitzen, im Bossa-Nova-Stil an. Aber vergessen Sie nicht, sich ganz stilecht vorher noch einen Caipirinha einzuschenken...

Laurindo Almeida - Misirlou

Dienstag, März 04, 2008

Robert Last - Happy Dancing (1970)

Robert Last - Happy Dancing 2 (1971)

Robert Last - Happy Dancing 3 (1972)

Robert Last - Happy Dancing 4 (1973)

Robert Last - Happy Dancing 5 (1974)

Robert Last - Happy Dancing: 28 unvergessene Melodien aus den Goldenen Zwanzigern (1974)

Robert Last - Happy Dancing: 28 unvergessene Melodien aus den Dreißigern (1974)

Robert Last - Happy Years Are Here Again (1975)


Alle kennen Robert Last. Er war der Drummer in der Band seines Bruders James bis es zum Streit kam. Viele Kenner behaupten, die James-Last-Band hatte nie wieder einen so exzellenten Schlagzeuger wie Robert. Viele Platten hat er nicht gemacht, denn er ist relativ früh gestorben, aber die, die er unter seinem Namen aufgenommen hat, können sich hören lassen. Aber überzeugen Sie sich selbst. Von dieser Doppel-LP aus dem Jahre 1975 präsentiere ich Ihnen den Klassiker "Little Brown Jug". Viel Vergnügen!

Robert Last - Little Brown Jug

Montag, Februar 25, 2008

Hugo Winterhalter - Goes Gypsy (1959)


Nachdem ich in meinem Plattenschrank gekramt habe, habe ich festgestellt, dass ich noch eine Platte von Hugo Winterhalter mit dem Zusatz "Goes" habe, nämlich diese hier. Nach den Platten "Hugo Winterhalter Goes Hawaiian" und "Hugo Winterhalter Goes Latin", welche ich kürzlich in einem anderen Blog gesehen habe, habe ich mir überlegt, dass ja bekanntlich aller guten Dinge deren drei sind. Mit dieser Platte aus dem Jahre 1959 komplettiere ich also das Trio und bin gespannt, ob ich noch eine Hugo-Platte mit "Goes" irgendwo finden kann. Aus dieser Platte kommt hier von Johannes Brahms der "Ungarische Tanz Nr. 5", und Sie werden erstaunt sein, was Herr Winterhalter aus diesem alten Schinken alles rausholt. Dann klemmen Sie sich die goldenen Ohrringe an, schnappen Sie sich Ihre Luft-Geige und los geht's...

Hugo Winterhalter - Hungarian Dance No. 5

Dienstag, Februar 12, 2008

The Golden Hammonds of Our Lord - Hammond Halleluja (1971)


Bert Loska und Stefan Laube zeigen uns hier, dass man unserem Gott nicht nur mit konventioneller Kirchenmusik huldigen kann. Statt einer großen Kirchenorgel kommt hier die Heimorgel zum Zug, dafür dann aber auch gleich zwei davon. Extrem gut ist auch die Frisur der jungen Dame auf dem Cover. Musikalisch beweisen uns die beiden, dass man gute groovige Gospelmusik durchaus auch selbst schreiben kann, denn die großen Klassiker à la "Ave Maria" fehlen hier ganz und gar. Vielmehr kommt ein ähnlich entspanntes Gefühl wie bei Booker T. auf. Aber hören Sie selbst, vielleicht sagen Sie dann ja auch: "Hammond? - Halleluja!"

The Golden Hammonds of Our Lord - Dornen auf sein blutend' Haupt

Freitag, Februar 08, 2008

Ralf Nowy - Dilly Dally Dancing (1973)


Zu den ungewöhnlichen Instrumenten in der Popmusik gehört wohl auch die Querflöte. Außer Ian Anderson von Jethro Tull und Klaus Büchner von Torfrock sind dem geneigten Leser dieses Blogs wohl kaum ausgebildete Querflötisten in der Popmusik bekannt. Über Ralf Nowy selbst weiß ich fast nichts, außer dass er im April 2007 verstorben ist und bis zuletzt das Saxophon bei der Rockabilly-Band "Dirty Dive Devils" gespielt hat. Aus den fühen Siebzigern kommt Herr Nowy hier mit Querföte, Chor und Orchester zu uns und präsentiert die Hits der damaligen Zeit im Instrumentalgewand. Das ganze findet im damals populären 3-Lieder-Medley-Stil statt. Viel Spaß!

Ralf Nowy - How Do You Do? / Poppa Joe / Never Ending Song of Love

Montag, Februar 04, 2008

Bela Sanders - Tänze von heute (1964)


Bela Sanders hat mit seinem Orchester in der damaligen Zeit viele Aufnahmen der großen Künstler begleitet, wie z.B. Vico Torriani. Dieser hat mit Bela Sanders unter anderem "Das machen nur die Beine von Dolores" aufgenommen, einen klassischen Tango. In den frühen 60ern kamen aber auch viele Modetänze auf, die auch nach tanzbarer Musik verlangten. Der Letkiss und die Banda waren nur zwei davon. Auf dieser Scheibe spielt Bela Sanders diese Tänze mit seinem Orchester unter dem Motto "Tänze von heute", aus heutiger Sicht natürlich "Tänze von gestern". Mehrere dieser Stücke sind übrigens von James Last geschrieben, damals noch aktiv als Hans Last. Modetänze gibt es heutzutage auch noch dann und wann, z.B. die Lambada und Asereje, Sie erinnern sich an diesen komischen Ketchup-Tanz.
Hier kommt aber ein Party-Tanz, der wohl erst zu fortgeschrittener Stunde zur Aufführung kam, nämlich die Bostella. Wie man das genau tanzt, fragen Sie dann aber bitte den Tanzlehrer Ihres Vertrauens. Bevor Sie sich noch weh tun...

Bela Sanders - La Bostella

Freitag, Februar 01, 2008

Roger Whittaker - Whistling (1975)


HAAAAAALT! STOOOOOOOP! Nicht weglaufen!!! Bitte lassen Sie sich nicht von diesem Ruhe ausstrahlenden Cover irritieren! Ich weiß, was Sie jetzt denken, aber nein, ich bin nicht komplett durchgeknallt. Hier möchte ich Ihnen ein Beispiel geben, dass Musiker, die wir bereits in Schubladen gesteckt haben, durchaus auch noch in andere Schubladen passen... Roger Whittaker wurde 1936 in Nairobi, Kenia geboren und studierte in Wales Biochemie, Zoologie und Meeresbiologie. Trotzdem gehörte sein ganzes Herz immer schon der Musik. Wir in Deutschland kennen ihn als den Sänger, der unserer lieben Oma Schmalzballaden vorsingt. Vielleicht haben Sie auch schon seine englischsprachigen Klassiker gehört, wie "River Lady" oder "Durham Town", die zu den großen Klassikern des Songwritings gehören. Roger Whittaker kann aber noch mehr: Er ist ein begnadeter Pfeifer. Auf dieser Platte aus dem Jahre 1975 sind seine Pfeifstücke drauf, und wenn Sie hier hineinhören, werden Sie feststellen, dass Sie Herrn Whittaker bisher noch gar nicht so richtig kannten. Aber dafür ist ja mein Blog da, dass Sie auch einmal etwas Anderes entdecken können.
Hier präsentiere ich Ihnen zwei Stücke dieser wunderbaren LP, die neben seinen Eigenkompositionen auch noch Klassiker wie "Yellow Bird" oder "Skye Boat Song" gepfiffen enthält. Als erstes habe ich hier den "African Whistler" für Sie, auch bekannt als "Jalvo Song", eine Komposition des Meisters selbst, der als gebürtiger Afrikaner natürlich weiß, wie man dort pfeift:

Roger Whittaker - African Whistler

Als zweites präsentiere ich Ihnen seinen größten Pfeif-Hit, den Sie sicherlich schon alle mal im Radio gehört haben. Der "Mexican Whistler" ist ebenfalls von Roger Whittaker komponiert. Und beide Stücke sind nichts für Oma im Schaukelstuhl, auch wenn das Plattencover das vermuten lässt. Viel Spaß beim Mitpfeifen!

Roger Whittaker - Mexican Whistler

Donnerstag, Januar 31, 2008

Roberto Delgado - Delgado Hits Pan-Americana (1962)


Neben Herb Alpert auf der nordamerikanischen Seite war Horst Wende alias Roberto Delgado der Pionier der mexikanischen Musik auf der deutschen Seite. Seine Biografie ist uns ja bereits bekannt, deshalb möchte ich heute eines meiner Lieblingsstücke von ihm präsentieren, das sich auf diesem Album befindet. Das Stück heißt "La Ragazza", was meines Wissens "Das Mädchen" heißt. Doch, doch! "Die Elster" heißt "La Gazza", das ist was anderes! Obwohl ja beide auf blinkende Ringe stehen...
"La Ragazza" war die B-Seite der Single "Little Girl of Mexico" aus dem Jahre 1959, die ich mir als Kind regelmäßig auf der Musiktruhe meiner Großeltern angehört habe. Und nun, ein knappes halbes Jahrhundert später, haben auch Sie die Chance, mit mir zusammen diese Zeit noch einmal aufleben zu lassen. Viel Vergnügen!

Roberto Delgado - La Ragazza

Donnerstag, Januar 24, 2008

Robert Maxwell - Red Hot Harp (1958)


Der 1921 in New York geborene Robert Maxwell kommt natürlich aus der klassischen Musik, er spielte nämlich im National Symphony Orchestra die Harfe. Nun werden Sie sagen, dass die Harfe ein ungewöhnliches Instrument in der Popmusik ist, und da haben Sie recht. Weiter als Herr Maxwell hat es nur Andreas Vollenweider getrieben, der aus seiner Harfe eine Elektro-Harfe gemacht hat. Was man mit einer ganz ordinären Harfe alles anstellen kann, beweist Robert Maxwell auf diesem Album, das sicherlich zu den Klassikern des Space-Age-Pops zählt. Er experimentierte, ähnlich wie Ferrante & Teicher mit ihren Pianos, mit seinem Instrument und versuchte, ihm die unterschiedlichsten Klänge zu entlocken.
Ein Pseudonym des Künstlers dürfte dem Space-Age-Liebhaber bekannt sein: Er schrieb als "The Fortune Tellers" das Stück "Song of the Nairobi Trio", das auch als "Solfeggio" bekannt ist. Ebenso stammt der Easy-Listening-Klassiker "Ebb Tide" aus seiner Feder.
Hier haben Sie nun die Gelegenheit, sich das Stück "Tarantula" anzuhören. Das perfekte Stück, um Ihre Arachnophobie loszuwerden. Na, dann: Nur Mut!

Robert Maxwell - Tarantula

Dienstag, Januar 22, 2008

Arthur Fiedler - Saturday Night Fiedler (1978)


Arthur Fiedler, Chef der Boston Pops, leitete das Sinfonieorchester seit 1930 fast 50 Jahre lang. Geboren wurde er ebenfalls in Boston, nämlich 1894 als Sohn eines österreichischen Einwanderers. Berühmt wurden seine Boston Pops auch durch Arrangements populärer U-Musik, z.B. von den Beatles oder von Elvis. Das ungewöhnlichste Album ist wohl dieses hier, nicht nur wegen des coolen Covers, sondern auch wegen des durchgängigen Disco-Stampfrhythmus. "Saturday Night Fiedler" aus dem Jahre 1978 ist meines Wissens auch sein letztes Album gewesen. Arthur Fiedler starb 1979. Aus diesem Album dürfen Sie nun der "Aria" von Johann Sebastian Bach lauschen, wenn Sie möchten. Dem Klassikfreund dürfte diese Version allerdings weniger behagen...

Arthur Fiedler - Air

Mittwoch, Januar 16, 2008

Horst Jankowski - Jankowski Plays Jankowski (1964)


Nun, nach Hugo Strassers Ausflug in den Heavy-Metal-Bereich widmen wir nun wieder unsere Aufmerksamkeit den seichteren Tönen. Hier kommt der allseits beliebte Horst Jankowski mit einem Album, auf dem er alle Stücke selbst komponiert hat und auch selbst spielt, wie der Titel unschwer vermuten lässt. Das ganze findet im bekannten Easy-Stil der 60er statt, mit viel "Lalala" und "Bababa", das bedeutet aber auch, dass Sie sich entspannt zurücklehnen und die Reise im rosaroten Luftballon genießen können. Viel Vergnügen!

Horst Jankowski - Pink Balloon

Montag, Januar 14, 2008

Hugo Strasser - Tanzhits '71 (1971)


Hugo Strasser. "Gäääähn!" werden einige von Ihnen jetzt sagen. Aber nun, dann lassen Sie mich mal erklären: Hugo Strasser, der Altmeister der Tanzmusik ist schon seit Jahrzehnten aktiv. Und er ist auch heute noch aktiv, er ist erst letztes Jahr mit seinen Kollegen Max Greger und Paul Kuhn durch die Republik getourt. Wenn Sie diese Scheibe hier Ihr eigen nennen, dann haben Sie ein wahres Juwel im Hause, denn diese Platte ist ungewöhnlich. Ungewöhnlich deshalb, weil die Musikauswahl von Herrn Strasser auf dieser Platte etwas Besonderes ist. Es sind hier nämlich nicht nur einfach die Hits der damaligen Zeit drauf, nein, nein! Es sind DIE HITS der damaligen Zeit, wenn Sie verstehen, was ich meine... Die Hits der Leute, die, wie Sie auf dem Cover sehen können, keine merkwürdigen Designernamen auf Ihren Klamotten zur Schau trugen. Damals legte man halt noch Wert auf schicke Kleidung, wenn man in die Discotheque ging...
Sicherlich gab es auch andere Lieder, zu denen man gepflegt tanzen konnte, aber Hugo Strasser war hier so richtig mutig: Santanas "Jingo", Fleetwood Macs "Black Magic Woman", The Rattles' "The Witch" und Deep Purples "Black Night" heizen dem Tänzer so richtig ein. Und wenn Sie die Klarinettenversion von Black Sabbath's "Paranoid" noch nicht gehört haben, dann haben Sie ernsthaft etwas verpasst... Aber hier haben Sie die Chance dazu, das nachzuholen. Viel Spaß beim Happy Metal Dancing mit Hugo Strasser!

Hugo Strasser - Paranoid