Dienstag, September 04, 2007

Pablo Rotero - Tijuana Dance Party (1966)


"Pablo Rotero and his Mexican Brass Boys", möglicherweise auch ein Pseudonym des großartigen Hamburger Bandleaders und Komponisten Frank Valdor, alias Kay Webb, alias Ben Best etc.? Keine Ahnung. In einem Forum bezeichnete ein Besucher diese Art von Musik als "Italian Tijuana Exploitation", weil Sergio Balloni auf dem Plattencover erwähnt wird. Auf jeden Fall greift diese Platte den Herb-Alpert-Sound der 60er auf, reitet auf dieser Welle mit und verschafft uns auf diese Weise eine Tijuana-Version des allseits beliebten Bert-Kaempfert-Klassikers "Strangers in the Night". Diese beiden Fremden wurden dann hauptsächlich durch Frankieboy Sinatra zu Bekannten...

Pablo Rotero - Strangers in the Night

Montag, September 03, 2007

Bert Kaempfert - Let´s Go Bowling (1959)


Ich kann nicht behaupten, dass ich selbst diese Platte seit 1959 besitze, aber im Vinyl ist das Jahr 1959 eingraviert, wie es bei Polydor üblich war. Einige behaupten, diese Platte sei erst 1964 erschienen, warum sollte dann aber Polydor das Jahr 1959 draufpressen? Falls jemand Näheres weiß, kann er (oder sie) es mich ja wissen lassen. Ansonsten ist Bowling eine tolle Sache. Und Bert Kaempfert auch. Was soll da eigentlich noch schiefgehen? Verbringen wir unseren Sonntag doch einfach in Madrid. Und zwar mit diesem seltenen Frühwerk des großen Künstlers...

Bert Kaempfert - Sunday in Madrid

Montag, August 27, 2007

Horst Jankowski - Follow Me (1972)


Horst Jankowski, geboren 1936 in Berlin, dürfte wohl jedem durch seine "Schwarzwaldfahrt" bekannt sein. Auf internationaler Ebene ist das Stück als "A Walk in the Black Forest" bekannt. Mein Lieblingslied von ihm ist allerdings "A Sunny Day in Heidelberg", das ich früher oft mit der Schwarzwaldfahrt verwechselt habe. Horst Jankowski war aber nicht nur Komponist und Chefdirigent des RIAS-Tanzorchesters, er war eben auch ein hervorragender Jazzpianist. Das beweist er auch auf dieser Platte. Wenn Sie ihm folgen, dann kommen Sie in den Genuss seiner Version des Stücks "My Sweet Lord", ursprünglich von George Harrison. Horst Jankowski starb 1998.

Horst Jankowski - My Sweet Lord

Freitag, August 24, 2007

Ferrante & Teicher - Rocky and Other Knockouts (1977)


Arthur Ferrante und Louis Teicher sind quasi die Marek & Vacek der Vereinigten Staaten. Sie können nicht nur Klavier spielen (oder muss man jetzt "Klaviere spielen" sagen? So was...) Also: Sie können nicht nur klavierspielen, sondern haben die Saiten ihrer Flügel früher mit allerlei Gegenständen belegt, um den Ton zu verfremden. Das unterscheidet die beiden also sowohl von Marek als auch von Vacek, welche das nicht taten. Bei dieser Platte handelt es sich allerdings um ein Spätwerk der beiden Klaviertuosen, das Belegen trat später in den Hintergrund. Bemerkenswert an dieser Platte ist, dass Sie mir originalversiegelt in die Hände fiel, womöglich war sie einst ein ungewolltes Geschenk. Ja, nun ist sie bei mir gelandet, in guten Händen also, und hat bis auf Weiteres ein gutes Zuhause gefunden. Während ich jetzt noch ein wenig sinniere, warum der ehemalige Besitzer diese Platte wohl nie geöffnet hat, können Sie sich die Titelmelodie aus dem Film "Rocky" anhören. Viel Spaß...

Ferrante & Teicher - Gonna Fly Now

Montag, August 20, 2007

Werner Müller - Concerto 2000 (1972)


Auch im Jahre 1972 hat man schon an das Jahr 2000 gedacht. Heute denkt man kaum noch daran. Vielleicht schon eher an das Jahr 3000, wie das Klima da zum Beispiel sein wird. Oder wie viele Arbeitslose es in Deutschland dann geben wird. Oder ob Bayern München wieder deutscher Fußballmeister werden wird. Aber egal. Es gibt auch Platten bei denen im Titel die 3000 steckt, so habe ich zum Beispiel vor wenigen Tagen eine Platte von den "Ventures" aus dem Jahre 1975 ergattern können, die den Titel "Hollywood Metal Dinamic Sound 3000" trägt. Aber darum soll es hier ja heute gar nicht gehen... Werner Müller hatte sich also bereits 1972 mit dem Thema 2000 befasst, und nicht so ganz passend zur Jahreszeit kommen hier aus ebendieser LP "Die Schlittschuhläufer". Gute Unterhaltung.

Werner Müller - Die Schlittschuhläufer

Freitag, August 17, 2007

Bert Kaempfert - Safari Swings Again (1977)


Ich habe vor ein paar Tagen in einem anderen Blog das Album "A Swingin´ Safari" von Bert Kaempfert gesehen. Schon wieder. Das ist natürlich ein großartiges Album, voller Klassiker, aber jeder kennt es und hat es, richtig? Auch hier in meinem kleinen Blog habe ich das mal vorgestellt, das ist aber schon ein paar Monate, wenn nicht gar Jahre her... Die wenigsten wissen, dass Bert Kaempfert 15 Jahre nach Veröffentlichung der Swingin´ Safari das Thema noch einmal aufgegriffen hat. Der große Erfolg blieb diesem Album zwar versagt, aber es steht dem ersten Safari-Album qualitativ in nichts nach: Neun Eigenkompositionen, eine Prise Klassiker ("Baby Elephant Walk"), viele Flöten und perfekte Arrangements zeichnen auch diese Platte aus. Bert war einfach der Größte, und auch Sie sollten sich dieses Album zulegen. Vorher dürfen Sie aber noch an der Hausschuh-Safari teilnehmen. Ich hoffe, ich habe das einigermaßen adäquat übersetzt, bezeichnet doch "soft-shoe" den Stepptanz mit Schuhen ohne Metallkappen, so bei "Mr. Bojangles" von dem einzigartigen Sammy Davis Jr., der das Stück zwar nicht geschrieben, aber am besten interpretiert hat. Nun, wie auch immer: Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie Berts Safari für Daheimgebliebene. Sollte Ihnen das Stück bekannt vorkommen - nun, es ist eben ein Bert-Kaempfert-Stück, der Wiedererkennungswert ist immens hoch. Viel Vergnügen...

Bert Kaempfert - Soft Shoe Safari

Dienstag, August 14, 2007

The Living Strings & Living Voices - Jesus Christ Superstar (1971)


Auch die Living Strings haben die Trends der Zeit aufgegriffen. Zu einer Zeit, in der es "Cats" noch nicht gab, das Musical, das generationenübergreifend alle Leute außer mir zu begeistern scheint, also zu der Zeit als es für die Alten eine Vielzahl an Broadway-Musicals gab, gab es für die Jugend lediglich zwei Musicals: "Hair" und "Jesus Christ Superstar". Oder "JCS", wie die Jugendlichen heutzutage wohl sagen würden. Über das eine wissen wir alles, reden wir also über das andere... Nun, wenn ich es mir recht überlege, dann ist den meisten Bloglesern die Geschichte, auf der "JCS" basiert, auch hinlänglich bekannt. Andrew Lloyd Webber (oder "ALW") hat sich hier nach dem Alten Testament ("Joseph", 1968) nun dem Neuen Testament zugewandt und es vertont. Natürlich nicht das ganze! Nur die letzten sieben Tage im Leben des Herrn. Auch hier geht es hauptsächlich eine Droge, allerdings um eine preiswerte und legale Droge: Die christliche Lehre. Also dann hinein ins Vergnügen mit den Living Strings und den Living Voices! Das Plattencover ist ebenfalls großartig, zeigt es doch ein beliebtes Hippiemotiv als Kirchenfenster auf einem schwarzen Kreuz. Wow!

The Living Strings & Living Voices - Superstar

Freitag, August 10, 2007

Omar Lamparter - Tanz im Hilton (1972)


Professor Omar Lamparter, geboren 1917 in Stuttgart, studierte an der Musikhochschule Berlin. Er komponiert Tanz- und Unterhaltungsmusik und leitete als Saxophonist eigene Instrumentalensembles bei Rundfunk, Film und Fernsehen. Seit 1970 lehrte er an der Musikhochschule Berlin, später Hochschule der Künste, 1979 wurde er dort zum Professor ernannt. Hier kommt also nun erstmals "professionelle" Tanzmusik im wahrsten Sinne des Wortes, wenn wir bei Paris´ Papi im Hotel absteigen und uns in die Bar begeben... Allerdings werden Sie feststellen, dass Akademiker in der Theorie oft besser ausgebildet sind als in der Praxis, und dass sich in der Umsetzung der ein oder andere Holperer einschleicht. Aber hören Sie selbst, wie Professor Lamparter Gershon Kingsleys Popcorn zubereitet...

Omar Lamparter mit Popcorn, Gezwitscher und Rose

Dienstag, August 07, 2007

Andre Brasseur - Early Bird Satellite (1965)


Andre Brasseur gehört neben Franz Lambert und Klaus Wunderlich zu den bekanntesten europäischen Vertretern des Partyorgel-Sounds in der 60er und 70er. Ausgebildet wurde er allerdings am Violoncello, also ganz klassisch, das Orgelspiel entdeckte er erst, als er zum Militärdienst berufen wurde. Mit seiner siebenköpfigen Militär-Combo spielte er hauptsächlich bekannte Standards, sein großer Durchbruch gelang ihm 1965 mit diesem Album, auf dem sich auch sein größter Hit befindet, den Sie sich hier anhören können. In den 90ern spielte Andre die Orgel auf den beiden Alben der Band "Vaya Con Dios", nämlich auf "Night Owls" und "Time Flies". Meines Wissens tourt er noch heute mit seiner Band, und vielleicht haben Sie ja mal die Chance, ihn zu sehen. Dann nutzen Sie sie. Solange hören Sie sich einfach seinen ureigensten Klassiker "Early Bird Satellite" an, welcher sich auf dem Album "Early Bird Satellite" befindet. Viel Spaß bei den groovigsten Orgelsounds der 60er...

Andre Brasseur - Early Bird Satellite

Donnerstag, August 02, 2007

Chris Bruhn - Bene Bene Bene (1971)


Wer Christian Bruhn aus Hamburg (Wentorf) nicht kennt, ist selbst schuld. Seine Musik hat mit Sicherheit jeder, und ich betone nochmals: jeder schon einmal irgendwo gehört. Niemand kann sich seiner Musik entziehen, denn er ist einer der bedeutendsten Komponisten des deutschsprachigen Raums. Seinen ersten Erfolg als Komponist hatte er 1960 mit dem von Conny Froboess gesungenen Schlager "Midi-Midinette". Bis in die 80er komponierte er für alles, was in der Schlagerszene Rang und Namen hat. Uns Damen und Herren mittleren Alters ist er auch als der deutsche John Williams bekannt, denn er hat die Film- und Fernsehmelodien unserer Kindheit geschrieben, absolut oscarreif: Wickie, Heidi, Sindbad, Die Rote Zora, Kli-Kla-Klawitter, Timm Thaler, Captain Future, und, und, und... Aber hier spielt er heute mit seinem eigenen Orchester auf. Und er spielt seine eigenen Hits, von denen Sie sicherlich auch den einen oder anderen kennen. Viel Spaß...

Chris Bruhn - Hinter den Kulissen von Paris + Mitsou + Zwei kleine Italiener

Montag, Juli 30, 2007

Max Greger - Hifi-Stereo (1971)


Max Greger, 1926 in München geboren, tourt heute immer noch mit seinen Kollegen Paul Kuhn und Hugo Strasser durch die Welt resp. durch Deutschland. Eigentlich hätte Max das elterliche Metzgereigeschäft übernehmen sollen, 1936 schenkte ihm sein Großvater jedoch ein Akkordeon und legte damit den Grundstein zur musikalischen Entwicklung des damals zehnjährigen Max. Von 1963 bis 1977 hatte Max Greger einen festen Vertrag mit dem ZDF. Er war in dieser Zeit ständiger Gast bei großen ZDF-Liveshows wie Vergißmeinnicht, Der goldene Schuss, 3 mal 9, Musik ist Trumpf und Der große Preis. 1986 feierte Greger beim ZDF seinen 60. Geburtstag mit einer "Super-Band", zu der sich ihm zu Ehren berühmte Kollegen wie Hazy Osterwald, Paul Kuhn, Hugo Strasser und James Last zusammenfanden. Hier kommt Herr Greger mit seiner Version des Hippie-Klassikers "Spinning Wheel", das ich persönlich noch in der Puppenversion aus der Sesamstraße kenne...

Max Greger - Spinning Wheel

Freitag, Juli 27, 2007

Dave Harris - Dinner Music for a Pack of Hungry Cannibals (1960)


Dave Harris spielte Tenor-Saxophon mit den sogenannten "Powerhouse Five". Ziemlich jazzig, übrigens. Auf dieser Platte interpretieren sie die Musik von Raymond Scott, den Sie ja bereits als Avantgardisten kennengelernt haben. Falls Sie also einen intellektuellen Zugang zu dieser teils recht abgedrehten Musik haben, dann dürfte dieser Klassiker hier nicht neu für Sie sein. Falls nicht, dann haben Sie hier die Gelegenheit, mal in diese Scheibe reinzuhören. Falls es Ihnen nicht gefallen sollte, dann können Sie sich aber an dem ungewöhnlichen Cover delektieren. Oder "delirieren", wie die blonde Jura-Studentin bei Günni Jauch neulich meinte. Kaum zu glauben, wer so alles in der heutigen Zeit ein Abitur erhält. Naja, die Quote muss wohl erfüllt werden, aber nach wie vor sollte der Leitsatz gelten: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. Das gab´s übrigens schon im alten Rom: Sic tacuisses, philosophus manisses. Frei übersetzt: Hätten Sie die Klappe gehalten, hätte man Sie weiterhin für gebildet gehalten...
Aber jetzt besteigen wir endlich Raymond Scotts Schlitten und fahren ein Stück durch Sibirien. Zusammen mit Dave Harris und seinen Powerhouse Five!

Dave Harris - Siberian Sleigh Ride

Montag, Juli 23, 2007

Cliff King - Plays Fantastic Guitar Hits (1976)

Ricky King - Plays Fantastic Guitar Hits (1976)


Ricky King heißt eigentlich Hans Lingenfelder und stammt aus Rastatt. Er studierte von 1964 bis 1970 klassische Gitarre an der Musikhochschule in Karlsruhe und machte 1971 seinen Abschluss zum staatlich geprüften Musikpädagogen. Eigentlich wollte er Gitarrenlehrer werden... In Deutschland ist er der einzige Instrumentalist, der sieben Single-Hits in den Charts hatte, mehr hatte noch keiner. Sein größter Hit war auch seine erste Veröffentlichung im Jahre 1976, das dann auch von Roland Kaiser, der eigentlich Ronald Keiler heißt, mit Text unterlegt nochmals ein Hit wurde: Verde, italienisch für "Grün". Hier kommt das Stück von seiner ersten Platte, die er auch unter dem Namen "Cliff King" veröffentlicht hat.

Ricky King - Verde

Donnerstag, Juli 19, 2007

Electronicas - Quietsch-Fidelio (1980)


Wer kennt sie nicht, diese berühmt-berüchtigte niederländische Combo? Alle haben zumindest das bekannteste Stück dieser an und für sich gar nicht mal so schlechten LP gehört, und vielleicht hat der eine oder andere der geneigten Leserschaft dieses Blogs sogar nach Genuss von 1 bis 2 Flaschen Oldesloer Doppelkorn schon einmal den eigens dafür erfundenen Modetanz vor 25 Jahren auf dem Dorf-Feuerwehrfest mitgemacht. Falls Sie sich daran noch erinnern können, haben Sie selbst Schuld, falls nicht, will ich Ihrem Gedächtnis aber nicht unnötig auf die Sprünge helfen. Vielmehr möchte ich Ihr Augenmerk auf ein anderes Stück auf dieser LP lenken, nämlich auf "Letkiss", das in unseren Breitengraden durch Horst Wende alias Roberto Delgado bekannt wurde. Auch die drei lustigen Holländer haben eine sehr hübsche Version davon abgeliefert, in welche Sie hier einmal hereinhören können. Vorausgesetzt, dass Sie den Mut dazu finden. Glauben Sie mir ruhig: Diesmal geht es auch ohne Doppelkorn... Obwohl ich persönlich den Apostroph bei den Electronicas auch nach zwei Flaschen Korn noch nicht hinbekommen würde...

Electronicas - Letkiss

Montag, Juli 16, 2007

Kai Warner - Power-Hits (1974)


Na gut. Banjos kommen wohl nicht so gut. Hier kommt aber ein Stück ÜBER einen Banjomann, und der heißt Dan. Eines der erfolgreichen Instrumentalstücke der 70er war dieses Stück vom Interpreten gleichen Namens. Ich erinnere mich noch sehr ungenau daran, wie Wolf-Dieter Stubel immer gasagt hat: "Und auf Platz 3 diese Woche: Dan, the Banjo Man mit Dan, the Banjo Man!" Hier kommt aber Kai Warner alias Werner Last mit Dan, the Banjo Man von seinem Album "Power-Hits". Platz 2 in dieser Woche...

Kai Warner - Dan, the Banjo Man

Freitag, Juli 13, 2007

The Buckingham Banjos - Hello Dolly Hello Banjos! (1964)


Ah, ja. Banjo-Klänge. Es gibt nur wenige Instrumente, die gleichzeitig so viel Fröhlichkeit verbreiten und an den Nerven zerren. Aus Deccas "Phase 4"-Serie kommt dieses Juwel zu mir, der ich ja bekennender Banjo-Liebhaber bin. Nun, um ehrlich zu sein, so richtig hat mich dieses Instrument nie überzeugen können. Aber vielleicht überzeugt es Sie? Begeben wir uns also mit Herrn Sandmann in den Wilden Westen. Alternativ können Sie sich aber auch mit Herrn Sandeman vor den Fernseher begeben, ganz, wie es beliebt. Wie auch immer Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen viel Vergnügen...

The Buckingham Banjos - Mister Sandman

Donnerstag, Juli 12, 2007

Herbie Mann - Discotheque (1975)


Ja, so kann es gehen: Da mache ich mir doch tatsächlich die Mühe, dieses Disco-Jazz-Flöten-Juwel zu rippen, da stelle ich fest, dass der Herr Mann bzw. seine Plattenfirma die auch als Silberling herausgebracht hat. Alle Mühe umsonst... Also kommt hier nur meine Empfehlung, dass Sie, wenn Sie Disco-Jazz-Flöte mögen, sich diese Scheibe auf legalem Wege zulegen. Ist auch gar nicht mal so teuer...

Herbie Mann, der eigentlich Herbert Solomon hieß, hat etwas mehr als hundert Platten aufgenommen, allein vier im Jahre 1975, von denen ich diese hier präsentiere. Er war neben Ian Anderson von Jethro Tull der wohl bekannteste Flötist der Welt. Hmm, vielleicht ist dann noch Klaus Büchner von Torfrock zu erwähnen, der auch Flötist ist, aber weltweite Erfolge nicht in diesem Ausmaß zu verzeichnen hat... Herbie Mann starb 2003 an Krebs.

Montag, Juli 09, 2007

Franz Löffler - Swinging Baroque Guitar (1969)


Aus dem Jahre 1969 kommt dieses Schätzchen zu uns. Franz Löffler ist einer der bekanntesten Girarristen Deutschlands, gleich nach Ricky King, der ja eigentlich Hans Lingenfelder heißt. Franz Löffler hat auf Polydor mehrere Platten veröffentlicht, er hat aber auch die Gitarre bei Otfried Preußlers Räuber-Hotzenplotz-Hörspielen gezupft. Hier präsentiere ich Ihnen das Titelstück aus dieser zugegeben etwas gewöhnungsbedürftigen Platte aus der Barockzeit.

Franz Löffler - Swinging Baroque Guitar

Dienstag, Juli 03, 2007

Anthony Ventura - Je T´aime (1973)

Anthony Ventura - Je T´aime 2 (1975)

Anthony Ventura - Je T´aime 3 (1975)

Anthony Ventura - Je T´aime 4 (1976)

Anthony Ventura - Je T´aime 5 (1977)

Anthony Ventura - Je T´aime 6 (1978)

Anthony Ventura - Je T´aime 7 (1978)

Anthony Ventura - Je T´aime 8 (1979)

Anthony Ventura - Je T´aime 9 (1981)

Anthony Ventura - Je T´aime 10 (1982)


Angenommen, Sie hießen Werner Becker und möchten eine internationale Musikkarriere hinlegen, würden Sie dann auf Ihre Schallplatten "Werner Becker" schreiben? Vermutlich nicht, richtig? Genau so dachte es sich auch Werner Becker aus Celle in Niedersachsen, nannte sich kurzerhand "Anthony Ventura", gab sich als Schmuse-Franzose aus und feierte in den 70ern Riesenerfolge mit seiner "Je T´aime"-Serie. Vorher spielte er als Pianist unter anderem auch im Orchester Frank Valdor. Von solchen Erfolgen, wie sie der 1943 geborene Werner Becker mit dieser Serie feierte, wagen Instrumental-Musiker heute nicht einmal mehr zu träumen. Absolut empfehlenswert für die schönsten Stunden zu zweit...

Montag, Juli 02, 2007

Dave Pell Octet - I Had the Craziest Dream (1957)


Well, again I have to explain myself: It seems like rapidshare has deleted all the files that I´ve uploaded and has closed my account, which really is a shame. But it´s fine with me, since THEY have lost a customer, not me. Well, there are other file-hosters, I´ll see what I can do...

Dave Pell war mit seinem Oktett in den 50-ern eine Institution des sogenannten West-Coast-Jazz. Er spielte sein Saxophon auch in den Big Bands von Les Brown, Benny Goodman, Harry James und Tommy Dorsey. Er hat mit seinem Oktett über 30 Alben eingespielt, von denen dieses hier zu den hervorragendsten zählt. Viel Spaß!

Dave Pell Octet - I Had the Craziest Dream

Dienstag, Juni 26, 2007

James Last - In Wien beim Wein (1974)


Let´s travel around the world with Hansi once more: This time we reach Austria. Specificly Vienna. Vienna is not Austria, as you may think, it´s just Vienna. Vienna is something special and the people of Vienna are special too. You just have to see an episode of the Vienna crime-series "Kottan ermittelt", then you know what Vienna is like. Or you simply listen to Hansi´s version of the "Wiener Praterleben", which I took from this LP called "Getting Drunk on Wine in Vienna" from the year 1974. This little gem is also known as the "Sportpalast-Walzer".

James Last: Wiener Praterleben

Donnerstag, Juni 21, 2007

Roberto Delgado - South America Let´s Dance (1971)


Auf dieser wunderbaren Platte aus dem Jahre 1971 ist Robertos Vorzeige-Easylistening-Stück drauf. Hören Sie am besten einfach mal rein. "We´re All Playing in the Same Band" ist wirklich typische ultraleichte Kost, serviert von einem der Größten des gesamten Genres. Viel Vergnügen beim, wie man es neudeutsch nennt, "Chillen"...

Roberto Delgado - We´re All Playing in the Same Band

Montag, Juni 18, 2007

Uwe Johst & Heino Schildt - Hammond Hot and Sweet (1963)



Von Heino Schildt weiß ich nur, dass er heutzutage in Tanzcafes mit seiner Orgel oder seinem Akkordeon aufspielt. Die ganz große Plattenkarriere blieb ihm wohl versagt. Auch scheint dieses hier die einzige Platte zu sein, die er zusammen mit Uwe Johst herausgebracht hat. Diese Platte ist es aber schon allein wegen ihres Covers wert, dass man sie besitzt, und bei so einem schönen Cover sehen wir dann auch großzügig darüber hinweg, dass aus dem Country-Klassiker "Home on the Range" ein "Home on the Ranch" wird...

Uwe Johst & Heino Schildt - Home on the Ranch

Freitag, Juni 15, 2007

Mark Evans - Rock and Moog Party (1973)


Tja, das gute alte Moog-Gerät. Viele Alben mit diesem ersten Synthesizer sind Klassiker geworden, und Gershon Kingsleys "Popcorn" kennt jeder, allerdings eher in der Version von Hot Butter. Kingsleys eigene Version klingt eher etwas schwach, aber das ist, wie so oft, Geschmackssache. Hier ein Album, von dem ich, bevor ich es selbst in den Händen hielt, noch nie etwas gesehen oder gehört habe. Auch von Mark Evans nicht. Nun denn, so dachte ich, es wird einfach mal aufgelegt und reingehört. Ob Sie diese Moog-Version von "Caravan" auch faszinierend finden, müssen Sie natürlich selbst entscheiden, aber falls Sie keine Moog-Sounds vertragen, dann lassen Sie das Reinhören lieber sein... Allen anderen wünsche ich viel Vergnügen mit dem alten Synthi-Sound und Duke Ellingtons Karawane.

Mark Evans - Caravan

Montag, Juni 11, 2007

Luis Arcaraz - Latin Airs (1958)


Von Luis Arcaraz besitze ich lediglich vier Platten. Nach Deutschland ist die Latino-Welle erst Mitte der 60er geschwappt, da war Herr Arcaraz leider schon von uns gegangen und seine Platten sehr schwer zu finden. Er wurde 1905 in Mexico geboren und kam 1963 bei einem Autounfall ums Leben. Seine Platten waren große Erfolge in Lateinamerika, denn er latinisierte die großen Hits der Zeit, was ich hier am Beispiel von Fats Wallers "Ain´t Misbehaving" von dieser ziemlich schwer zu findenden LP zeige. Viel Spaß beim Reinhören...

Luis Arcaraz - Ain´t Misbehaving

Freitag, Juni 08, 2007

Werner Müller - Jetzt geht die Party richtig los (1974)


Werner Müller, Jahrgang 1920, gründete 1948 in Berlin das RIAS-Tanzorchester, mit dem er sehr viele Titel einspielte. Nach 18 Jahren in Berlin wechselte Müller über nach Köln und übernahm da das WDR-Tanzorchester und war damit auch in vielen Fernseh-Shows zu sehen. Im Laufe der Zeit entstanden Dutzende von Schallplatten mit der Bezeichnung "Orchester Werner Müller", von denen es jedoch nur sehr wenige in die CD-Zeit geschafft haben. Wegen des Umlautes "ü" in seinem Namen nannte sich Müller für Plattenveröffentlichungen im Ausland auch "Ricardo Santos". Erfolgreich wurden seine vielen Tango-Einspielungen und Instrumentaltitel wie "Baia" von Ary Barroso oder "Siboney" und "Malagueña" von Ernesto Lecuona, sowie viele weitere Titel. Werner Müller starb 1998. Hier aus einem seiner Partyalben ein Medley, in dem auch das allseits beliebte Titelstück enthalten ist. Die Vokal-Version stammt übrigens von Severine, die 1971 den Grand Prix mit "Un banc, un arbre, une rue" für Monaco gewonnen hat. Eine der schönsten Melodien der Welt, ganz anders als die heutigen Siegertitel dieser Veranstaltung... Beide Titel von Severine kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, wenn Sie auf Schlager stehen. Aber nun zu Herrn Müller und seinem Orchester:

Werner Müller - Paloma Fiesta Party

Montag, Juni 04, 2007

101 Strings - Plus Dynamic Percussion (1969)


Alright, this is the first time I´ve got a problem: This is a great record, believe me, but the whole record´s got a surface noise from the start to the end, and I cannot remove it. If anyone feels like he can remaster this little gem for me, I´ll gladly upload the whole record. But there´s not much use in uploading this one in a terrible quality. Maybe there´s one option in cleaning a record I haven´t heard of yet? Do YOU have any suggestions on how to get rid of these noises? I don´t know what to do and I gave it up. Maybe you´ve got the re-issue on tape from 1990? Maybe you´ve got the files from somewhere on the web? Maybe you would like to remove the noise on my files? Well, I would like to have this record in a good quality, so if you happen to have this, please let me know. But first, you can listen to "Voodoo Moon". There are so many great tracks on this record, it´s really a shame how some people treat their old vinyl...

101 Strings - Voodoo Moon

Samstag, Juni 02, 2007

Roland Shaw - Mexico! (1963)


Roland Shaw war während der "Phase 4"-Serie im Hause Decca (oder "London", wie die Firma in England hieß) der Chefarrangeur. Er arbeitete hauptsächlich mit Ted Heath und Frank Chacksfield zusammen, brachte aber auch unter seinem Namen einige Scheiben heraus. Mir sind fünf bekannt, wovon drei mit James Bond- und Geheimagentenkram waren, sogenannte "Spy Themes", und eine mit Western-Melodien. Hier kommt eine Ausnahme, nämlich fahren wir heute mit Mr. Shaw nach Mexico. Diese Platte ist nicht wirklich schwer zu finden, aber sie in einem guten Zustand zu bekommen bedarf doch einiger Sucherei. Nun, genug geredet, dann lassen Sie uns nun einem Tanz frönen, der durch einen Mann namens Richard Steven Valenzuela, besser bekannt als Ritchie Valens berühmt wurde. Ebenfalls wurde Mr. Valens durch diesen Tanz berühmt. Noch berühmter wurde er allerdings dadurch, dass er zusammen mit Buddy Holly im selben Flugzeug abstürzte. Aber hier kommt die Bamba, zu der wir nun in der Version von Roland Shaw und seinem Orchester tanzen können...

Roland Shaw - La Bamba

Freitag, Juni 01, 2007

James Last - In Scandinavia (1971)


Für unsere schwedischen Freunde habe ich hier eine echte Rarität gefunden. Jedenfalls hierzulande. Lediglich in Schweden sind noch ein paar Scheiben zu finden. Vollgepackt mit den schönsten Liedern aus Skandinavien, alles Medleys übrigens, kommt sie daher, und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich das Stück mit "Ljuva Sextital" von den Abba-Spezies Ulvaeus/Andersson hier vorstelle oder lieber das Stück mit Pippi Langstrumpf. Nach langem Zögern habe ich mich dann für das jugendfreie Stück entschieden. Viel Spaß!

James Last - Teddy Björnen Fredriksson, Här kommer Pippi Långstrump, Jag har bott vid en
landsväg

Mittwoch, Mai 30, 2007

Bob Thompson - On the Rocks (1960)


Ebenfalls ein kleines Juwel habe ich hier, eines vom legendären Bob Thompson. Bereits letztes Jahr habe ich diese Platte erwerben können, und allein das Cover ist es schon wert, diese Scheibe zu besitzen. Ich habe allerdings seinem Sohn Spencer versprochen, dass ich Mr. Thompsons Musik nicht über´s Netz verbreite, aus diesem Grunde müssen Sie sich mit dem großartigen Cover zufriedengeben... Sie sehen, dass die Wünsche der Künstler bzw. deren Nachlassverwalter von mir respektiert werden. Sie können Mr. Thompsons Webauftritt übrigens hier besuchen:

Bob Thompsons Seite im Netz