Montag, Februar 25, 2008

Hugo Winterhalter - Goes Gypsy (1959)


Nachdem ich in meinem Plattenschrank gekramt habe, habe ich festgestellt, dass ich noch eine Platte von Hugo Winterhalter mit dem Zusatz "Goes" habe, nämlich diese hier. Nach den Platten "Hugo Winterhalter Goes Hawaiian" und "Hugo Winterhalter Goes Latin", welche ich kürzlich in einem anderen Blog gesehen habe, habe ich mir überlegt, dass ja bekanntlich aller guten Dinge deren drei sind. Mit dieser Platte aus dem Jahre 1959 komplettiere ich also das Trio und bin gespannt, ob ich noch eine Hugo-Platte mit "Goes" irgendwo finden kann. Aus dieser Platte kommt hier von Johannes Brahms der "Ungarische Tanz Nr. 5", und Sie werden erstaunt sein, was Herr Winterhalter aus diesem alten Schinken alles rausholt. Dann klemmen Sie sich die goldenen Ohrringe an, schnappen Sie sich Ihre Luft-Geige und los geht's...

Hugo Winterhalter - Hungarian Dance No. 5

Dienstag, Februar 12, 2008

The Golden Hammonds of Our Lord - Hammond Halleluja (1971)


Bert Loska und Stefan Laube zeigen uns hier, dass man unserem Gott nicht nur mit konventioneller Kirchenmusik huldigen kann. Statt einer großen Kirchenorgel kommt hier die Heimorgel zum Zug, dafür dann aber auch gleich zwei davon. Extrem gut ist auch die Frisur der jungen Dame auf dem Cover. Musikalisch beweisen uns die beiden, dass man gute groovige Gospelmusik durchaus auch selbst schreiben kann, denn die großen Klassiker à la "Ave Maria" fehlen hier ganz und gar. Vielmehr kommt ein ähnlich entspanntes Gefühl wie bei Booker T. auf. Aber hören Sie selbst, vielleicht sagen Sie dann ja auch: "Hammond? - Halleluja!"

The Golden Hammonds of Our Lord - Dornen auf sein blutend' Haupt

Freitag, Februar 08, 2008

Ralf Nowy - Dilly Dally Dancing (1973)


Zu den ungewöhnlichen Instrumenten in der Popmusik gehört wohl auch die Querflöte. Außer Ian Anderson von Jethro Tull und Klaus Büchner von Torfrock sind dem geneigten Leser dieses Blogs wohl kaum ausgebildete Querflötisten in der Popmusik bekannt. Über Ralf Nowy selbst weiß ich fast nichts, außer dass er im April 2007 verstorben ist und bis zuletzt das Saxophon bei der Rockabilly-Band "Dirty Dive Devils" gespielt hat. Aus den fühen Siebzigern kommt Herr Nowy hier mit Querföte, Chor und Orchester zu uns und präsentiert die Hits der damaligen Zeit im Instrumentalgewand. Das ganze findet im damals populären 3-Lieder-Medley-Stil statt. Viel Spaß!

Ralf Nowy - How Do You Do? / Poppa Joe / Never Ending Song of Love

Montag, Februar 04, 2008

Bela Sanders - Tänze von heute (1964)


Bela Sanders hat mit seinem Orchester in der damaligen Zeit viele Aufnahmen der großen Künstler begleitet, wie z.B. Vico Torriani. Dieser hat mit Bela Sanders unter anderem "Das machen nur die Beine von Dolores" aufgenommen, einen klassischen Tango. In den frühen 60ern kamen aber auch viele Modetänze auf, die auch nach tanzbarer Musik verlangten. Der Letkiss und die Banda waren nur zwei davon. Auf dieser Scheibe spielt Bela Sanders diese Tänze mit seinem Orchester unter dem Motto "Tänze von heute", aus heutiger Sicht natürlich "Tänze von gestern". Mehrere dieser Stücke sind übrigens von James Last geschrieben, damals noch aktiv als Hans Last. Modetänze gibt es heutzutage auch noch dann und wann, z.B. die Lambada und Asereje, Sie erinnern sich an diesen komischen Ketchup-Tanz.
Hier kommt aber ein Party-Tanz, der wohl erst zu fortgeschrittener Stunde zur Aufführung kam, nämlich die Bostella. Wie man das genau tanzt, fragen Sie dann aber bitte den Tanzlehrer Ihres Vertrauens. Bevor Sie sich noch weh tun...

Bela Sanders - La Bostella

Freitag, Februar 01, 2008

Roger Whittaker - Whistling (1975)


HAAAAAALT! STOOOOOOOP! Nicht weglaufen!!! Bitte lassen Sie sich nicht von diesem Ruhe ausstrahlenden Cover irritieren! Ich weiß, was Sie jetzt denken, aber nein, ich bin nicht komplett durchgeknallt. Hier möchte ich Ihnen ein Beispiel geben, dass Musiker, die wir bereits in Schubladen gesteckt haben, durchaus auch noch in andere Schubladen passen... Roger Whittaker wurde 1936 in Nairobi, Kenia geboren und studierte in Wales Biochemie, Zoologie und Meeresbiologie. Trotzdem gehörte sein ganzes Herz immer schon der Musik. Wir in Deutschland kennen ihn als den Sänger, der unserer lieben Oma Schmalzballaden vorsingt. Vielleicht haben Sie auch schon seine englischsprachigen Klassiker gehört, wie "River Lady" oder "Durham Town", die zu den großen Klassikern des Songwritings gehören. Roger Whittaker kann aber noch mehr: Er ist ein begnadeter Pfeifer. Auf dieser Platte aus dem Jahre 1975 sind seine Pfeifstücke drauf, und wenn Sie hier hineinhören, werden Sie feststellen, dass Sie Herrn Whittaker bisher noch gar nicht so richtig kannten. Aber dafür ist ja mein Blog da, dass Sie auch einmal etwas Anderes entdecken können.
Hier präsentiere ich Ihnen zwei Stücke dieser wunderbaren LP, die neben seinen Eigenkompositionen auch noch Klassiker wie "Yellow Bird" oder "Skye Boat Song" gepfiffen enthält. Als erstes habe ich hier den "African Whistler" für Sie, auch bekannt als "Jalvo Song", eine Komposition des Meisters selbst, der als gebürtiger Afrikaner natürlich weiß, wie man dort pfeift:

Roger Whittaker - African Whistler

Als zweites präsentiere ich Ihnen seinen größten Pfeif-Hit, den Sie sicherlich schon alle mal im Radio gehört haben. Der "Mexican Whistler" ist ebenfalls von Roger Whittaker komponiert. Und beide Stücke sind nichts für Oma im Schaukelstuhl, auch wenn das Plattencover das vermuten lässt. Viel Spaß beim Mitpfeifen!

Roger Whittaker - Mexican Whistler

Donnerstag, Januar 31, 2008

Roberto Delgado - Delgado Hits Pan-Americana (1962)


Neben Herb Alpert auf der nordamerikanischen Seite war Horst Wende alias Roberto Delgado der Pionier der mexikanischen Musik auf der deutschen Seite. Seine Biografie ist uns ja bereits bekannt, deshalb möchte ich heute eines meiner Lieblingsstücke von ihm präsentieren, das sich auf diesem Album befindet. Das Stück heißt "La Ragazza", was meines Wissens "Das Mädchen" heißt. Doch, doch! "Die Elster" heißt "La Gazza", das ist was anderes! Obwohl ja beide auf blinkende Ringe stehen...
"La Ragazza" war die B-Seite der Single "Little Girl of Mexico" aus dem Jahre 1959, die ich mir als Kind regelmäßig auf der Musiktruhe meiner Großeltern angehört habe. Und nun, ein knappes halbes Jahrhundert später, haben auch Sie die Chance, mit mir zusammen diese Zeit noch einmal aufleben zu lassen. Viel Vergnügen!

Roberto Delgado - La Ragazza

Donnerstag, Januar 24, 2008

Robert Maxwell - Red Hot Harp (1958)


Der 1921 in New York geborene Robert Maxwell kommt natürlich aus der klassischen Musik, er spielte nämlich im National Symphony Orchestra die Harfe. Nun werden Sie sagen, dass die Harfe ein ungewöhnliches Instrument in der Popmusik ist, und da haben Sie recht. Weiter als Herr Maxwell hat es nur Andreas Vollenweider getrieben, der aus seiner Harfe eine Elektro-Harfe gemacht hat. Was man mit einer ganz ordinären Harfe alles anstellen kann, beweist Robert Maxwell auf diesem Album, das sicherlich zu den Klassikern des Space-Age-Pops zählt. Er experimentierte, ähnlich wie Ferrante & Teicher mit ihren Pianos, mit seinem Instrument und versuchte, ihm die unterschiedlichsten Klänge zu entlocken.
Ein Pseudonym des Künstlers dürfte dem Space-Age-Liebhaber bekannt sein: Er schrieb als "The Fortune Tellers" das Stück "Song of the Nairobi Trio", das auch als "Solfeggio" bekannt ist. Ebenso stammt der Easy-Listening-Klassiker "Ebb Tide" aus seiner Feder.
Hier haben Sie nun die Gelegenheit, sich das Stück "Tarantula" anzuhören. Das perfekte Stück, um Ihre Arachnophobie loszuwerden. Na, dann: Nur Mut!

Robert Maxwell - Tarantula

Dienstag, Januar 22, 2008

Arthur Fiedler - Saturday Night Fiedler (1978)


Arthur Fiedler, Chef der Boston Pops, leitete das Sinfonieorchester seit 1930 fast 50 Jahre lang. Geboren wurde er ebenfalls in Boston, nämlich 1894 als Sohn eines österreichischen Einwanderers. Berühmt wurden seine Boston Pops auch durch Arrangements populärer U-Musik, z.B. von den Beatles oder von Elvis. Das ungewöhnlichste Album ist wohl dieses hier, nicht nur wegen des coolen Covers, sondern auch wegen des durchgängigen Disco-Stampfrhythmus. "Saturday Night Fiedler" aus dem Jahre 1978 ist meines Wissens auch sein letztes Album gewesen. Arthur Fiedler starb 1979. Aus diesem Album dürfen Sie nun der "Aria" von Johann Sebastian Bach lauschen, wenn Sie möchten. Dem Klassikfreund dürfte diese Version allerdings weniger behagen...

Arthur Fiedler - Air

Mittwoch, Januar 16, 2008

Horst Jankowski - Jankowski Plays Jankowski (1964)


Nun, nach Hugo Strassers Ausflug in den Heavy-Metal-Bereich widmen wir nun wieder unsere Aufmerksamkeit den seichteren Tönen. Hier kommt der allseits beliebte Horst Jankowski mit einem Album, auf dem er alle Stücke selbst komponiert hat und auch selbst spielt, wie der Titel unschwer vermuten lässt. Das ganze findet im bekannten Easy-Stil der 60er statt, mit viel "Lalala" und "Bababa", das bedeutet aber auch, dass Sie sich entspannt zurücklehnen und die Reise im rosaroten Luftballon genießen können. Viel Vergnügen!

Horst Jankowski - Pink Balloon

Montag, Januar 14, 2008

Hugo Strasser - Tanzhits '71 (1971)


Hugo Strasser. "Gäääähn!" werden einige von Ihnen jetzt sagen. Aber nun, dann lassen Sie mich mal erklären: Hugo Strasser, der Altmeister der Tanzmusik ist schon seit Jahrzehnten aktiv. Und er ist auch heute noch aktiv, er ist erst letztes Jahr mit seinen Kollegen Max Greger und Paul Kuhn durch die Republik getourt. Wenn Sie diese Scheibe hier Ihr eigen nennen, dann haben Sie ein wahres Juwel im Hause, denn diese Platte ist ungewöhnlich. Ungewöhnlich deshalb, weil die Musikauswahl von Herrn Strasser auf dieser Platte etwas Besonderes ist. Es sind hier nämlich nicht nur einfach die Hits der damaligen Zeit drauf, nein, nein! Es sind DIE HITS der damaligen Zeit, wenn Sie verstehen, was ich meine... Die Hits der Leute, die, wie Sie auf dem Cover sehen können, keine merkwürdigen Designernamen auf Ihren Klamotten zur Schau trugen. Damals legte man halt noch Wert auf schicke Kleidung, wenn man in die Discotheque ging...
Sicherlich gab es auch andere Lieder, zu denen man gepflegt tanzen konnte, aber Hugo Strasser war hier so richtig mutig: Santanas "Jingo", Fleetwood Macs "Black Magic Woman", The Rattles' "The Witch" und Deep Purples "Black Night" heizen dem Tänzer so richtig ein. Und wenn Sie die Klarinettenversion von Black Sabbath's "Paranoid" noch nicht gehört haben, dann haben Sie ernsthaft etwas verpasst... Aber hier haben Sie die Chance dazu, das nachzuholen. Viel Spaß beim Happy Metal Dancing mit Hugo Strasser!

Hugo Strasser - Paranoid

Sonntag, Dezember 30, 2007

James Last - Hansimania (1981)


Und noch ein Album von unserem Hansi, das meines Wissens bisher noch nicht auf Silberling erschienen ist. Diesmal aus der guten alten Disco-Zeit. Das Stück "Can You Feel it" wurde vor einigen Jahren bereits gecovert und war nochmals ein Tanzflächen-Renner. Jedenfalls für Leute, die noch in dem Alter sind, dass sie unbelächelt in Discothequen gehen können...

James Last - Can You Feel it

Freitag, Dezember 21, 2007

Bert Kaempfert - Weihnachts-Wunderland (1963)


Tja, eigentlich habe ich die Weihnachtsplatten über das vergangene Jahr gesammelt, eigentlich wollte ich sie alle bis zum ersten Advent gerippt haben, eigentlich hätte das auch geklappt, aber eigentlich soll man "eigentlich" nicht sagen... Nun denn, Quintessenz im wahrsten Sinne des Wortes: Ich habe meine Sammlung nicht nur fünf Mal durchforstet, es sind auch fünf Platten, die zu Weihnachten nicht fehlen dürfen. Dafür gibt es zwar keinen Download-Link, weil ich diese Platten noch nicht gerippt habe, allerdings sind zwei davon bereits auf CD erschienen...

Als erstes natürlich wieder Berts Weihnachtsklassiker. Wer diesen Schatz nicht in seinem Plattenschrank hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Sechs Klassiker und sechs Eigenkompositionen bilden das wohl beste Weihnachtsalbum aller Zeiten. Aber man darf natürlich auch anderer Meinung sein...

Freddy - Weihnachten auf hoher See (1963)


Ebenfalls auf CD gibt es diese schöne Platte. Schön vor allem für Seeleute, denn Freddy oder Freddy Quinn, der bürgerlich Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl-Petz heißt, hielt sich zeitweilig in seiner 80-jährigen Bühnenkarriere für einen Seemann, bevor er sich dann für einen Zirkus-Artisten hielt. Seeleute, die a) ihre Feiertage auf hoher See verbringen, und b) auch der deutschen Sprache mächtig sind, sind aber eine recht kleine Zielgruppe. Dennoch zählt dieses Album aus dem Jahre 1963 zu den Klassikern des Genres "Weihnachten für Seeleute", das ich hiermit erfunden habe und zu dem jetzt eine Platte zählt...

Ricky King - Weihnachten im Gitarrenklang (1982)


Ricky King alias Hans Lingenfelder habe ich Ihnen ja bereits vorgestellt. Natürlich hat der studierte Musiker auch eine Weihnachtsplatte herausgebracht, die es allerdings meines Wissens (noch) nicht auf CD geschafft hat. Schade, aber wenn ich die Zeit finde, dann rippe ich diese Scheibe bis Weihnachten 2008...

Anthony Ventura - Stille Nacht, Heilige Nacht (1978)


Sind Sie bereit zur Schmuse-Kuschel-Weihnacht? Anthony Ventura alias Werner Becker macht's möglich. Diese Scheibe ist ebenfalls ein Klassiker des Weihnachtsfestes, sie ist für Singles allerdings nur bedingt geeignet. Sehr zu empfehlen für frisch Verheiratete und für Paare, die fast 30 Jahre später ihre Liebe noch einmal aufleben lassen wollen. Mit dieser Platte gibt es das Gefühl von damals zurück. Wenn ich dazu komme, dann gibt es sie zum 30-jährigen Jubiläum nächstes Jahr hier in meinem Blog...

Kai Warner - Christmas Party International (1975)


Und noch ein Werner, nämlich Werner Last, Bruder des berühmteren James Last und des weniger bekannten Robert Last. Werner Last ist uns besser als Kai Warner bekannt. Leider gibt es von Kai Warner überhaupt nichts auf CD, was eine Schande ist. Auch diese Platte bringt Ihnen den swingenden Rhythmus vergangener Weihnachtsfeste zurück, wenn Sie sie denn besitzen und abspielen. Immer unter der Prämisse, dass ich mir die Zeit nehme, die ich mir gegen Ende dieses Jahres mal wieder nicht genommen habe, schneide ich dieses Album nächstes Jahr. Gerippt ist es aber schon...

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Ferrante & Teicher - Soundblast (1956)


Endlich ebenfalls auf CD erschienen, zusammen mit dem fantastischen "Soundproof"-Album der beiden US-amerikanischen Marek & Vacek. Allen Freunden der Space-Age-Musik nur zu empfehlen...

Living Marimbas - Love Is Blue (1968)


Living Strings, Living Guitars, Living Voices, Living Brass, Living Jazz, Living Percussion, Living Organ, habe ich etwas vergessen? Ach ja, die Living Marimbas natürlich. "Love Is Blue" ist eines der bekanntesten und schönsten Instrumental-Stücke überhaupt, da macht es auch nichts aus, dass es mit Marimbas gespielt wird. Bitte beachten Sie auch, dass die Dame auf dem Cover ein blaues Kleid trägt und der Herr blauen Schlips zu blauer Strickjacke. Die bekannteste Version (des Stücks, nicht der Strickjacke) ist sicherlich die von Paul Mauriat, dem deutschen Publikum ist vielleicht die Vokal-Version geläufiger, die, so glaube ich, von Vicky Leandros intoniert wurde: "Blau, blau, so wie das Meer..." das erinnert mich natürlich auch an meine Heimat, die ich zum Jahreswechsel wieder aufsuchen werde. Und wenn ich dann den einen oder auch anderen Schluck Whisky zu mir nehme, dann wird mir sicherlich auch ein wenig blau...

Living Marimbas - Love Is Blue

Dienstag, Dezember 18, 2007

Andre Kostelanetz - Fire & Jealousy (1961)



Zur Zeit bin ich schwer beschäftigt, meinen iPod aufzuladen. Da ich von Anfang an etwas nachlässig im "taggen" meiner Dateien war, habe ich nun natürlich noch nachzuarbeiten. Aber nun, fast 120 GB habe ich bereits geschafft, das sind schon drei Viertel. Nebenbei habe ich auch wieder gerippt, nämlich dieses Schätzchen hier.

Der 1901 in St. Petersburg geborene Andre Kostelanetz zog nach der Oktoberrevolution nach New York und dirigierte dort Orchester für das Radio. Uns ist er vor allem durch seine Instrumental-Alben bekannt, die die Prototypen des Easy-Listening darstellen. Der Terminus "Easy-Listening" wurde allerdings erst später entwickelt. Andre Kostelanetz starb 1980 auf Haiti.

Hier können Sie nun einen Tango hören, der auch als Prototyp gilt. Wenn in Mafia-Filmen oder in sonstigen Filmproduktionen ein Tango erklingt, dann ist es entweder "La Cumparsita" oder dieser hier, nämlich "Jealousy" oder auch "Jalousie". Das ist so ähnlich wie bei Motorrad-Szenen, die von verantwortlichen Musikredakteuren immer und ausnahmslos mit "Born to Be Wild" unterlegt werden. Also, dann nehmen Sie eine Rose zwischen die Zähne, pomadisieren sich die Haare nach hinten, schnappen sich die nächstbeste Dame, und legen Sie eine flotte Sohle aufs Parkett...

Andre Kostelanetz - Jalousie

Dienstag, November 13, 2007

Marek & Vacek - Piano Firework (1971)


Hier kommen sie nun endlich, die Originale. Nicht aus der Tschechischen Republik, damals noch die Tschechoslowakei, oft kopiert und dennoch nie erreicht, nein, nicht Lolek und Bolek, sondern Marek und Vacek, die sicherlich gern Tschechen wie Lolek und Bolek gewesen wären, aber aus Polen kamen. Eine Symbiose oder besser: eine Melange aus Klassik und Pop erfreute in den 60ern und 70ern unser Ohr, obwohl ich zugeben muss, dass mir diese Art von Musik als Kind zu der Zeit eher befremdlich erschien. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass die beiden einfach Klasse waren.

Also: Vergessen Sie Ferrante & Teicher, hier sind Marek & Vacek, von denen es leider bis heute nichts Offizielles auf CD gibt. Sie präsentieren uns hier die 2. Ungarische Rhapsodie, die Sie sich in dieser Version nicht entgehen lassen sollten...

Marek & Vacek - 2. Ungarische Rhapsodie

Donnerstag, November 01, 2007

Horst Jankowski - So What´s New? (1969)


Also, was gibt's Neues? Nun ja, im Jahre 1969 gab es reichlich Neues. Zum Beispiel Woodstock. Nein, Horst Jankowski war nicht dabei. Vielleicht im Publikum, aber sicherlich nicht als Musiker in offizieller Mission. Eine seiner schönsten und am meisten nach Sechziger-Jahre klingenden Platten ist aber auch 1969 erschienen, vollkommen unbeeinflusst von dem großen Festival. Am bekanntesten ist wohl die Version von Herb Alpert, die höre ich auch manchmal auf hr4. An zweiter Stelle nach Bekanntheitsgrad sortiert kommt Bert Kaempfert. Und dann unser lieber Herr Jankowski, dessen Alben ich in letzter Zeit täglich auf dem Weg zur Arbeit gehört habe, da mir irgendein debiler Vandale meine Antenne abgebrochen hat und ich kein Radio mehr empfangen kann. Vielleicht ist jemand sauer, weil ich keine kompletten Alben ohne Grund mehr herauflade? Wer weiß?...

Nun denn, hier präsentiere ich Ihnen das Titelstück dieser LP, nicht ganz so jazzig, wie wir es von Horst Jankowski auch kennen, sondern ganz entspannt...

Horst Jankowski - So What´s New?

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Nick Ingman - Love Themes (1969)


Auf CD ist leider nur das relativ jazzige Album "Terminator" von 1976 von Nick Ingman erhältlich. Und natürlich diverse Filmmusiken, an denen der britische Komponist und Dirigent mitgewirkt hat. Hier kommt ein selteneres Album aus dem Jahre 1969, als Mr. Ingman noch der Assistent von Norrie Paramor war, mit etwas ruhigeren Tönen. Ist ja zur Abwechslung auch mal schön...

Nick Ingman - The Good Life

Dienstag, Oktober 09, 2007

Horst Jankowski - Piano on the Rocks (1969)


Jeder, aber auch wirklich jeder kennt Horst Jankowskis "Eine Schwarzwaldfahrt". Den internationalen Besuchern meiner Netzseite auch bekannt als "A Walk in the Black Forest". Kristallklare Pianoklänge, so kristallklar wie Wodka. Auch auf Eis. Horst Jankowskis Passion war aber vor allem der Jazz, dennoch hat er nie das Massenpublikum aus den Augen verloren. Auf dieser Platte findet sich eine etwas jazzigere Version seines bekanntesten Stücks der leichten Unterhaltungsmusik. Eben eine etwas coolere Version, "on the rocks". Na dann: Prost!

Horst Jankowski - A Walk in the Black Forest

Montag, Oktober 08, 2007

101 Strings - Glühendes Spanien (1959)


Jawohl! Wieder mal die 101 Strings und diesmal geht´s nach Spanien. In die Sonne. Wer erinnert sich nicht gern an Cindy & Bert, wenn in Malaga die Rosen erblühen? Auch große deutsche Schlager haben ihre Vorbilder in der Klassik. Hier kommen die 101 Streicher mit Chabriers Klassiker "Espana"...

Freitag, September 28, 2007

Walter Carlos - Switched-On Bach (1968)



Aus der Rubrik "Alle Arbeit umsonst" präsentiere ich hier ein paar Alben, die ich von Vinyl gezogen habe, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre. Nicht nötig gewesen deshalb, weil diese Platten mittlerweile auf CD erschienen sind. Jeder meiner Blog-Leser kann also auch ganz einfache Weise in den Genuss dieser Klangperlen kommen, indem man sie einfach beim Online-Händler seines Vertrauens bestellt. In gewöhnlichen CD-Läden dürfte es schwierig werden...

Als erstes kommt Walter bzw. Wendy Carlos mit seinem Moog-Bach. Längst ein Klassiker. Und wie man auf dem Cover an dem Aufkleber erkennen kann, hat er damit sogar den Deutschen Schallplattenpreis erhalten...

Stanley Black - Russia (1966)


Auf Deccas Phase 4 bringt uns Stanley Black Klänge aus Russland und Umgebung...

Stanley Black - Dimensions in Sound (1968)


Ebenfalls auf Decca Phase 4 erschienen sind diese neuen Klang-Dimensionen des wohl bekanntesten britischen Pianisten neben Ronnie Aldrich. Aber der hatte ja ein Piano mehr...

Percy Faith - Jealousy (1960)


Auch von Percy Faith, dem Mister Summerplace, gibt es fast alles auf Silberscheibe...

Martin Denny - Exotic Percussion (1961)


Ein Klassiker, der schon oft auf anderen Webseiten erhältlich war. Und möglicherweise immer noch ist...

Klaus Wunderlich - Dream Concerto (1977)


Die erste und einzige Aufnahme von Klaus Wunderlich mit den Hohner Instrumenten Electra-Piano, Clavinet und String-Melody...

Klaus Wunderlich - Sound 2000 (1973)


Klaus Wunderlichs famose Moog-Platte...

Klaus Wunderlich - Uraltedelschnulzensynthesizergags (1974)


Die Nachfolgeplatte vom "Sound 2000", wieder mit Moog...

Klaus Wunderlich - 24 Melodien, die man nie vergisst (1960)


Seine allererste Platte als Wiederveröffentlichung...

Hugo Winterhalter - Hawaiian Wedding Song (1962)

Hugo Winterhalter - Goes... Hawaiian (1962)


Gleich zwei Alben von Hugo Winterhalter, die fast den gleichen Inhalt haben. Bei der Wiederveröffentlichung oben fehlt allerdings ein Stück. Na ja, gespart werden musste auch damals schon...

Edmundo Ros - Dance Again (1963)


Eddie Ros mit wohlfeilen exotischen Latin-Klängen. Für die Freunde südlicher Tanzmusik ein Muss!

Arthur Lyman - The Legend of Pele (1959)


Ein Klassiker des wohl bekanntesten hawaiianischen Musikers. Oft kopiert, doch nie erreicht, wenn ich mir diese platte Bemerkung einmal erlauben darf...

Andre Previn - Like Love (1960)


Liebesklänge von dem Mann, der uns hierzulande wohl nur als Gatte von Anne-Sophie Mutter bekannt ist. Allerdings: Was seine Frau an der Geige, ist er am Piano...

Walter Wanderley - Moondreams (1969)


Wunderschön spacige Orgelklänge vom Meister aus Brasilien, der wohl die meisten Zigaretten-Brandlöcher und Caipirinha-Flecken auf seiner Orgel hatte...

The Ventures - Underground Fire (1968)


Eine der besten Scheiben der Ventures. Psychedelische Gitarrenklänge, die ohne entsprechenden Drogenkonsum nur schwer auszuhalten sind. Ein Bringer auf jeder Hippie-Party...